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  • Im frühen Mittelalter ist Mainz eines der wichtigsten Zentren von Gelehrsamkeit und Politik. Über Jahrhunderte entfaltet sich hier eine hochentwickelte Schrift-kultur, die unter Erzbischof Willigis (reg. 975–1011) eine besondere Blüte erlebt. Dennoch wurde Mainz als Zentrum frühmittelalterlicher Buchmalerei bisher kaum gewürdigt. Erstmals werden nun in einer Sonderausstellung die schönsten Mainzer Handschriften jener Epoche zusammengetragen.
    In Goldtinte auf Purpur geschrieben – erleben Sie die verschwenderische Pracht der Mainzer Buchkunst.

    Ausgangspunkt der Ausstellung sind die frühsten Zeugnisse der mittelalterlichen Mainzer Schriftkultur, darunter merowingische Grabsteine sowie seltene Reliquienauthentiken des 8. Jhs. Sie belegen die besondere Stellung der Moguntia sacra, der heiligen Stadt Mainz, die in jener Zeit eine einzigartige Fülle von Reliquien beherbergte – darunter das berühmte Schweißtuch Christi, das im Zentrum dieses Ausstellungsteils zu sehen sein wird.
    Anhand herausragender karolingischer und ottonischer Handschriften entfaltet sich anschließend das ganze Spektrum der Mainzer Buchkunst des Frühmittelalters. Erstmals – und nur für drei Monate – werden in der Schatzkammer des Mainzer Domes die schönsten Werke frühmittelalterlicher Mainzer Schriftkultur zu sehen sein. Um die vier ottonischen Prunkhandschriften des Domschatzes gruppieren sich zahlreiche Arbeiten des 7.–10. Jhs. aus Mainzer Museen und Bibliotheken der Stadt; herausragende Leihgaben aus Trier sowie der Stiftsbibliothek Zeitz runden die Ausstellung ab.

    Erleben Sie die Sonderausstellung immer wieder neu: nach dem 24.4. und dem 22.5. sind in fast allen Handschriften neue Seiten für Sie aufgeschlagen.

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  • Heute – mehr als 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil – ist die moderne christliche Kunst, sei es die Architektur, die Malerei oder gar das Kunsthandwerk

    nach wie vor unter Beobachtung, manchmal auch in der Kritik. Allzu oft scheint die Kunst ins Kitschige abzudriften oder ganz im Gegensatz so radikal mit allem zu brechen, dass manch einem der Zugang dazu fehlt.

    Seit mehr als zweihundert Jahren wird über die ‚richtige‘ Form einer Kirche diskutiert: von Architekten, von Auftraggebern und Gemeinden. Dabei hat gerade das 20. Jahrhundert so viele Kirchenbauten entstehen lassen wie kaum ein anderes. Auch im Bistum Mainz wurden in den vergangenen rund 100 Jahren so viele Kirchen neu errichtet wie kaum je zuvor.

    Die Ausstellung „AUF EWIG – Moderne Kirchen im Bistum Mainz“ präsentiert den modernen Kirchenbau der Diözese durch fünf exemplarische Bauten. Sie stellt Fragen nach den Beweggründen für ihre Errichtung, den Architekten dieser neuen Kirchenbauten und den Menschen, die dahinter stehen. Zugleich wird der moderne Kirchenbau im Mainzer Bistum in einen größeren Zusammenhang gestellt. Außergewöhnliche Fotos von Marcel Schawe, die eigens für diese Ausstellung aufgenommen wurden, zeigen die Qualität und vor allem die Schönheit der hier vorgestellten modernen Bauten. Originale Ausstattungsstücke runden die Präsentation ab. Die Auswahl dieser fünf Kirchen geht zurück auf die bundesweite und überkonfessionelle Initiative des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier: „Straße der Moderne. Kirchen in Deutschland“. Das Projekt ist auch Partner und Mitinitiator dieser Sonderausstellung im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz.              >>>

    Kirchen wurden und werden gebaut, damit Menschen zueinander und zu Gott finden. Zugleich sind sie repräsentative Bauten von gesellschaftlicher Bedeutung. Sie sind Ausdruck für das Selbstverständnis ihrer Erbauer und Zeugnisse des Glaubens. Sie sind gebaute Theologie. Sie alle waren und sind aus ihrer Zeit heraus Geltung beanspruchende Antworten auf die Frage nach Gott. AUF EWIG – das heißt: Dieser Bau ist eine jetzt gültige Antwort auf die Frage nach dem ewigen Gott.

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  • Im Landesmuseum Mainz und im Naturhistorischen Museum Mainz konnten sie in den vergangenen Monaten schon besichtigt werden: die ungewöhnlichen Gäste aus den Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), die sich unter die Exponate der Dauerausstellungen der beiden Museen „geschmuggelt“ hatten. Am 1. Juli 2016 eröffnet nun der dritte und vorerst letzte Teil der dezentralen Ausstellung „Ziemlich beste Freunde. Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu Gast in Mainzer Museen“ im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum. Eine ganz neue Auswahl von Exponaten wurde für diese Ausstellungsstation zusammengestellt.

    Das Dommuseum zeigt in seiner hochmittelalterlichen Gewölbehalle herausragende Zeugnisse zu den Themenkreisen Jenseits, Totenkult, Begräbnisritual und Memorialkultur. Diese treten im Rahmen der Sonderausstellung in einen Dialog mit ausgewählten Objekten aus den Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Unterschiedliche Lebenswelten, Geschichten, Disziplinen, Epochen, Stile und Materialien treffen hier aufeinander. Die spielerischen Exponat-Nachbarschaften eröffnen neue Perspektiven und fordern eine erneute Auseinandersetzung mit den Objekten heraus, regen zu neuen Assoziationen und Erkenntnissen an und weisen den Weg zu überraschenden religiösen Analogien oder gleichfalls fruchtbaren Widersprüchlichkeiten. So bereichern sich die ungleichen Objektpaare gegenseitig – wie dies beste Freunde eben tun …

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  • Konzept der Ausstellung

    Flucht 2.0 – an odyssey to peace

    Acht Flüchtlinge haben fast ein Jahr an der Ausstellung gearbeitet. Sie kommen aus Afghanistan, Eritrea, Pakistan und Syrien, sind Muslime und orthodoxe Christen und sprechen drei verschiedenen Sprachen: Arabisch, Tigrinia und Englisch. Gemeinsam mit zwei Projektleiterinnen, der Journalistin Jeanette Schindler und der Kunstdozentin Dr. Doaa Elsayed, haben sie das Ausstellungskonzept entwickelt.

    Die Ausstellung zeigt in sechs Stationen – Aufbruch, Marsch, Lager, Mittelmeer, Europa, Ankommen – die persönlichen Fluchterlebnisse der Gruppenmitglieder und wie sie ihre erste Zeit in Deutschland erlebt haben. Die Flüchtlinge in Deutschland sehen sich oft der vorwurfsvollen Frage ausgesetzt, warum sie teure Smartphones besitzen. Ein Aspekt der Ausstellung ist daher, deutlich zu machen, wie wichtig neue Medien für Menschen auf der Flucht sind und wie sie genutzt werden. In der Ausstellung werden stark vergrößerte Handyfotos präsentiert, die Menschen auf ihrem Weg nach Deutschland gemacht haben. Außerdem sind Facebook-Einträge von Geflüchteten und auch von Schleusern zu sehen. In selbstgedrehten Kurzfilmen erzählen die Gruppenmitglieder persönliche Erfahrungen auf ihrem Weg nach Deutschland. Interaktive Installationen sollen dem Ausstellungsbesucher diese Erfahrungen näher bringen. So können die Besucher in einem nachgebauten Flüchtlingsboot Platz nehmen. Zudem zeigen die Projektmitglieder persönliche Dinge, die sie auf ihrer Flucht auf keinen Fall verlieren wollten. In der letzten Station der Ausstellung befassen sie sich mit ihren Eindrücken und Gefühlen während der ersten Zeit in Deutschland – ein Aspekt, der bisher in der gesamten Flüchtlingsdebatte völlig untergegangen ist.

    Ziel des Ausstellungsprojekts

    Flüchtlinge sind in mehrfacher Hinsicht ihrer Stimme beraubt. Weil sie überwiegend kein Deutsch sprechen, können sie weder ihre Gefühle und Bedürfnisse artikulieren, noch Freundschaften knüpfen. Dazu kommt, dass der „lange Arm“ der Unterdrückerregime, aus denen sie geflohen sind, oft bis in ihre Zufluchtsländer reicht. Sie können selbst in Deutschland nicht frei und öffentlich ihre Interessen vertreten oder über ihre traumatischen Erfahrungen sprechen, auch weil sie fürchten müssen, damit ihre zurückgebliebenen Angehörigen in Gefahr zu bringen. Das Rahmenprogramm der Ausstellung wird Geflüchteten, Helfern, Gemeinden und Verantwortlichen im Bereich Migration sowie allen Interessierten breiten Raum bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen Blick in die gemeinsame Zukunft zu werfen.

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  • Nur wer von der frohen Botschaft gehört hat, kann sie glauben – und nur wer die Gebote kennt, kann nach ihnen leben. Wie Wissen und Bildung als Grundvoraussetzung für den christlichen Glauben an der Schwelle zur Neuzeit vermittelt wurden, zeigt das 1478 erschienene Beichtbüchlein des Frankfurter Stadtpfarrers Johannes Lupi in exemplarischer Weise.

    Die in nur noch zwei Exemplaren erhaltene Schrift (eine davon ist z.Zt. in der Sonderausstellung des Mainzer Dommuseums zu sehen) ist ein einzigartiges Zeugnis des vorreformatorischen Nachdenkens über das Sakrament der Beichte. Es wendet sich mit seiner ebenso originellen wie lebensnahen Beichtanleitung an Klerus und Beichtkinder gleichermaßen und stellt in der Tiefe seiner Gedanken seinem Verfasser, dem gelehrten Pfarrer der Frankfurter Peterskirche, ein glänzendes Zeugnis seelsorgerlicher Arbeit aus.

    In seiner Reihe von Forschungsbeiträgen hat das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseums Mainz Prof. Dr. Dr. Johannes Schilling, Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte und Direktor des Instituts für Kirchengeschichte (und Kirchliche Archäologie) der Theologischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für eine Edition dieser Schrift gewinnen können, die eine Übersetzung und ausführliche Kommentierung des Textes beinhaltet.

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  • Die Gerechtigkeit lit in grosser Not / die Wahrheit ist geschlagen dot: Mit diesen bitteren Worten beginnt die sog. „Gerechtigkeitsspirale“, die Inschrift einer 1510 in Kiedrich aufgestellten Kirchenbank. Sie bezeugt bis heute den Anspruch der Bevölkerung am Mittelrhein auf Recht, Wohlstand und politische Selbstbestimmung in einer Zeit, die geprägt war von Armut, Krankheit und der ständigen Furcht vor Hölle und Fegefeuer.
    Auf diesen Ruf nach sozialer, wirtschaftlicher und religiöser Gerechtigkeit antworten die Mainzer Erzbischöfe mit einer „Wirtschafts- und Bildungsoffensive“. Mit der Gründung der Mainzer Universität 1477 hält die humanistische Bildung Einzug und erfasst Laien und Kleriker gleichermaßen. In Kloster Eberbach entsteht mit 70.000 Litern das größte Fass der Welt. Ton wird zum wichtigsten Material der mittelrheinischen Skulptur und unter Verwendung von Modeln erstmals in „moderner“ Weise seriell geformt. Damit entsteht unter der „Regierung des Krummstabes“ um 1500 am Mittelrhein eine Innovativregion des Reiches. Herausragende Kunstwerke und historische Zeugnisse aus der letzten großen Blütezeit des Späten Mittelalters erzählen von der verblüffenden Modernität jener Umbruchszeit.

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  • Die schönste Frau des Rheingaus kommt nach Mainz

    Installation der Kiedricher Doppelmadonna
    im Mainzer Dommuseum am 29. Juli 2015

    zur Sonderausstellung

    Schrei nach Gerechtigkeit.
    Leben am Mittelrhein am Vorabend der Reformation.
    5.
    September 2015 bis 17. Januar 2016

    Nach 500 Jahren hat die sog. Doppelmadonna aus St. Valentinus, Kiedrich, erstmalig ihren angestammten Platz in luftiger Höhe verlassen und ihre Reise zum Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum angetreten.

    Die fast lebensgroße Figur im Leuchterkranz ist eines der Highlights in der kommenden Sonderausstellung Schrei nach Gerechtigkeit. Leben am Mittelrhein am Vorabend der Reformation, die im Rahmen der Lutherdekade u.a. die wirtschaftliche und künstlerische Blütezeit des Mittelrheins um 1500 beleuchtet.

    Der für die Kiedricher Totenkapelle St. Michael gestiftete Marienleuchter gehört zu den schönsten seiner Art. Von einer über sechs Meter langen, aus einem Stück gearbeiteten Eisenstange hängt mit sieben Kerzenhaltern besetzte schmiedeeiserne Leuchter vom Gewölbe herab.

    Doppelfiguren sind eine typische Erscheinung der nordalpinen Kunst des Spätmittelalters. Auch Doppelmadonnen finden sich ab der Mitte des 15. Jahrhundert immer wieder. Anders als fast alle anderen übrigen Marienleuchter ist die Kiedricher Madonnenfigur nicht aus zwei an der Rückwand ausgehöhlten Teilen, sondern aus einem Stück gearbeitet.

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  • Neugestaltung des Empfangsbereichs mit Foyer und Museums-Shop,
    Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

    Nach Wochen des Umbaus kann das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum Mainz seine Gäste ab dem 26. Juni angemessen willkommen heißen: Das Foyer mit Eingangsbereich und Museums-Shop wurden neu gestaltet.
    Das in Zusammenarbeit mit dem Lichtplanungs-Büro Cybulska + Partner (Frankfurt) und dem Kunst-Architektur-Duo Sounds of Silence (Frankfurt) entwickelte Einrichtungskonzept macht neugierig, Kunst und Geschichte in den historischen Räumen des Museums zu entdecken. Flexible Möbelelemente und die anpassbare, energiesparende Beleuchtung ermöglichen im Shop eine variable Nutzung des Raums für Vorträge, Begegnungen und Austausch. Neben Katalogen und Publikationen des Hauses animiert eine Palette hochwertiger Produkte zum Stöbern und Finden.

    Zur Eröffnung freut sich das Museum außerdem, ein seit über 50 Jahren verborgenes Wandgemälde aus der Zeit um 1510/20 wieder zeigen zu können. Gefördert durch die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) und begleitet durch das (Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz) sowie die ergänzende Bauforschung durch Lorenz Frank M.A., wurde die Wandmalerei in den letzten Monaten von den Diplom-Restauratorinnen Brigitte Schön und Norma Spalek-Jung freigelegt und konserviert. Mit der Personifikation von Armut und Gerechtigkeit ist die Wandmalerei eines der Hauptstücke der kommenden Sonderausstellung Schrei nach Gerechtigkeit. Leben am Mittelrhein am Vorabend der Reformation (Beginn 5. September).

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  • Das Mainzer Dommuseum startet mit Umbauarbeiten und einem Personalwechsel ins Frühjahr
    Alles neu macht erst der Mai? So lange will das Team vom Dommuseum nicht warten. Noch bis Ende April laufen die umfänglichen Umbauarbeiten im Haus. Für Besucher soll der etwas versteckt im Kreuzgang liegende Eingang ins Museum durch bessere Beleuchtung präsenter werden. Der Museums-„Shop“ wird in Zukunft multifunktional als Aufenthalts-, Vortrags- und Veranstaltungsraum genutzt werden können.

    Bereits Mitte März steht eine personelle Veränderung ins Haus: Die Leiterin der Museumspädagogik, (Dr.) Bettina Schmitt, zieht es vom Rhein an den Main, wo sie die Direktion des Frankfurter Dommuseums übernimmt. Beide Seiten trennen sich ungern voneinander, doch freut man sich auch auf zukünftig „gute Nachbarschaft“. In den drei Jahren ihrer Mainzer Tätigkeit hat Frau Schmitt die Museumspädagogik am Haus von Grund auf mit unermüdlichem Engagement aufgebaut, etabliert und mit vielfältigen Vermittlungsangeboten für Groß und Klein zahlreiche BesucherInnen für das Mainzer Dommuseum, seine Sammlung und Ausstellungen begeistern können. In Zukunft wird Birgit Kita als Leiterin der Museumspädagogik das Team um Dr. Wilhelmy vervollständigen. Die Vermittlung von Wissen ist auf dem beruflichen Weg der Kunsthistorikerin von jeher ein Schwerpunkt ihrer Arbeit gewesen: In ihrem ersten Werdegang als Chemielaborantin zeichnete sie für die Betreuung Auszubildender verantwortlich und arbeitete während ihres Studiums der Kunstgeschichte als Tutorin. Freiberuflich hat sie in den letzten Jahren umfangreiche Erfahrungen im Bereich Ausstellungskonzeption und -kuration gemacht, so etwa für die Schau „Künstler sehen SchUM“ im Auftrag der GDKE Rheinland-Pfalz 2012. Projekte im Bereich Inventarisation und Recherche für diverse Gemeinden des Bistums Limburg machen Birgit Kita zu einer ausgewiesenen Expertin für christliche Kunst. Die Kollegen des Mainzer Dommuseums freuen sich auf die Zusammenarbeit!

    Trotz Umbaus: Ab sofort gelten wieder die regulären Öffnungszeiten: Di-Freitag 10 bis 17 Uhr, Wochenende und Feiertage 11 bis 18 Uhr. Evtl. sind einige Räume kurzfristig nicht zu besichtigen.

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  • Neue Veröffentlichung von Andrea Arens M.A. zur romanischen Bauskulptur der Wormser Johanneskirche im Mainzer Dommuseum

    PRESSEKONFERENZ zur Publikation in Beisein der Autorin und Museumsdirektor Dr. Winfried Wilhelmy am Freitag, 12. Dezember, 11 Uhr im Mainzer Dommuseum

    Die im frühen 19. Jahrhundert abgerissene und daher weithin unbekannte Wormser Johanneskirche zählt in Architektur und Bauschmuck zu den interessantesten Kirchengebäuden der rheinischen Romanik. Das Dommuseum Mainz beherbergt sechs überaus qualitätvolle Bestienfiguren, die einst die Galerien dieser Kirche zierten. Im nun erschienenen Forschungsbeitrag von Andrea Arens M.A. wird das durch zahlreiche historische Ansichten belegte Innere und Äußere dieser Kirche bildreich rekonstruiert und im Kontext der verschiedenen, in den Schriftquellen fassbaren Funktionen des Baues diskutiert. Dabei wird jede der Skulpturen ausführlich gewürdigt und ganzseitig im Bild vorgestellt, darunter auch eine zugehörige, bislang in der Forschung völlig unbeachtete Konsole mit dem Kopf einer Löwin. Damit entsteht ein umfassendes Bild eines Skulpturenbestandes, der in Qualität und Bedeutung der berühmten Bauplastik am benachbarten Wormser Dom nicht nachsteht.

    Das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum Mainz freut sich, dass für die Bearbeitung des Konvolutes mit Frau Andrea Arens M.A. eine ausgewiesene Kennerin der mittelrheinischen Skulptur des Mittelalters gewonnen werden konnte.

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  • Franz von Kesselstatt

    Mainzer Domherr, Diplomat und Dilettant in bewegter Zeit.

    Johann Philipp Franz Ludwig Willibald Nepomuk Xaver Hyacinth Maria Reichsgraf von Kesselstatt war Domherr an der Mainzer Kathedrale und – im besten Sinne des Wortes – Dilettant in den Schönen Künsten. Unvergessen und in zahllosen Stichen reproduziert sind die von ihm geschaffenen Aquarelle, die in einzigartiger Weise das Erscheinungsbild des spätbarocken Mainz festhalten. Diese originalen Stadtansichten stehen im Mittelpunkt der Ausstellung.

    Kesselstatts Lebenszeit umfasste mit der Französischen Revolution und der Besatzung von Mainz, der Auflösung des Mainzer Kurstaates unter Napoleon und der Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress eine Periode tief greifender historischer Veränderungen an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Erentstammte einer in Trier ansässigen Adelsfamilie, die seit Generationen in kurtrierischen Diensten gestanden hatte. Kesselstatt studierte in Wien und wurde zur Zeit der letzten Erzbischöfe Erthal und Dalberg Mitglied des Mainzer Domkapitels. Nach dessen Auflösung und bei der Wiedereinrichtung des Bistums Mainz 1801/03 blieb Kesselstatt ohne offizielles Amt.

    Er verbrachte nunmehr im alten Bischofshof am Höfchen „ein ruhiges zufriedenes Leben, und glüklich; seine Lieblings-Unterthaltung sucht er in der Kunst zu zeichnen und zu mahlen, … worinn er eine besondere Geschiklichkeit besitzt, wovon die von ihm vorräthige vortreflich gemalte Landschaften die Ueberzeugung geben“ (F. X. Streitberger). Daneben legte Kesselstatt eine bemerkenswerte Kunstsammlung sowie eine umfangreiche Bibliothek an. Dieses Leben als hochherrschaftlicher Privatier wurde nur einmal, 1814/15 durch eine diplomatische Reise nach Wien unterbrochen, wo er die Interessen der Stadt Mainz auf dem Wiener Kongress vertrat.

    Die Ausstellung des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums stellt zunächst Kesselstatts Biographie und seine Lebenswelt als Domkapitular in bewegten Zeiten vor. Im Zentrum der Präsentation stehen die von Kesselstatt geschaffenen Veduten des „Goldenen Mainz“, ergänzt durch Ansichten aus der Trierer Gegend und dem Mittelrheintal. Die Deckfarbenmalereien des aus Liebhaberei zur Kunst gekommenen Geistlichen bestechen aus heutiger Sicht als historische Dokumente eines weitgehend untergegangenen oder stark veränderten Stadtbildes, die es dem Betrachter in einzigartiger Weise erlauben, in die vergangene Atmosphäre des alten Kurmainz einzutauchen.

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  • Heinz Leitermann (1908-1979), Professor für Kunstgeschichte an der FH des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz und Mitarbeiter der Mainzer Allgemeinen Zeitung, hat Zeit seines Lebens den Wandel des Mainzer Stadtbildes in Zeichnungen festgehalten. Er erlebte den Untergang der „Aurea Moguntina“ im Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau der 50er und 60er Jahre.

    1908 im historischen Mainz geboren, blieb Leitermann bis zum Ende seines Lebens der Stadt aufs Engste verbunden. Bekannt geworden – und in Erinnerung geblieben – ist er vor allem durch die vielen Zeichnungen von Stadtansichten, die er im Auftrag der Mainzer Allgemeinen Zeitung seit 1933 anfertigte. Sie zeigen sowohl die Mainzer Aufbaujahre als auch den Glanz der verlorenen Vorkriegsarchitektur.

    Im Auftrag des Bistums dokumentierte Heinz Leitermann unmittelbar nach Kriegsende den desolaten Zustand der Mainzer Kirchen in der Innenstadt und den rechts- und linksrheinischen Vororten in Zeichnungen. Die Ausstellung „Geliebte Stadt. Heinz Leitermann zeichnet das alte Mainz“ im Mainzer Dommuseum legt ein besonderes Augenmerk auf diesen Schwerpunkt im Schaffen des Künstlers: Aus eigenen Beständen zeigt das Dommuseum die eindrucksvollsten Blätter dieser Serie. Besondere Beachtung verdient auch Leitermanns künstlerische Auseinandersetzung mit dem Mainzer Dom, für dessen Neuverglasung er die Wappen der Mainzer Erzbischöfe und Bischöfe der letzten tausend Jahre gestaltete.
    Seine „Charakterköpfe“ aus der Mainzer Kunst waren Thema zweier Zeitungsserien, zu denen Leitermann Zeichnungen und Texte lieferte. In der Ausstellung werden nun die Originale ihrem „Porträt“ gegenübergestellt; eine Gelegenheit, sich von der Genauigkeit, mit der Leitermann arbeitete, zu überzeugen.

    Ergänzt durch Leihgaben aus seinem Nachlass bietet die Ausstellung einen umfassenden Überblick über Leitermanns Werk und ruft das Bild des „alten Mainz“ mit seinen mittelalterlichen Gassen und barocken Palais noch einmal vor Augen.

    Eintritt: 5 € ermäßigt 3,50 € (gilt auch für Dauerausstellung und Schatzkammer)

    Öffnungszeiten (bis 22. Dezember 2013)
    Di bis Fr 10-17 Uhr
    Sa und So 11-18 Uhr
    Mo und an kirchlichen Feiertagen geschlossen

    Bitte beachten!
    Das Museum hat vom einschl. 23. Dezember bis einschließlich 6. Januar geschlossen
    Vom 7. Januar bis 28. Februar gelten folgende Sonderöffnungszeiten:
    Di bis Fr 12-16 Uhr, Sa und So 11-18 Uhr
    Bei Veranstaltungen ggf. länger geöffnet

     

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  • Fotos aus dem Dommuseum Mainz

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  • Glanz der späten Karolinger
    Erzbischof Hatto  I. (891-913)
    Von der Reichenau in den Mäuseturm

     

    Am Mäuseturm, um Mitternacht
    Des Bischofs Hatto Geist erwacht:
    Er flieht um die Zinnen im Höllenschein,
    und glühende Mäuslein hinter ihm drein!
    (August Kopisch, 1837)

    Kaum eine andere Person des frühen Mittelalters wird so schillernd beschrieben wie er: Hatto I., Abt der Benediktinerklöster von Ellwangen und auf der Insel Reichenau sowie 891–913 Erzbischof von Mainz. Sein in Jahrhunderten gewachsenes negatives Image reicht vom Intriganten bis hin zum Mörder und Betrüger. Entsprechend schaurig soll sein Tod gewesen sein: Er sei, so die Sage, als Strafe für seine Hartherzigkeit im Binger Mäuseturm von Nagern aufgefressen worden.

    Um 850 in Schwaben als Sohn einer mächtigen Adelsfamilie geboren, war Hatto politischer Ratgeber in schwieriger Zeit, Stifter herausragender Kunstwerke  und Erneuerer der Stadt Mainz. Da seine Treue zum karolingischen Königshaus dem neuen Herrschergeschlecht der Ottonen ein Dorn im Auge war, arbeiteten deren Geschichtsschreiber an einer Diffamierung Hattos, die über 1000 Jahre hinweg Wirkung zeigen sollte.

    Anlässlich von Hattos 1100stem Todestag bewertet das Dommuseum Mainz die Rolle dieser umstrittenen Schlüsselfigur der spätkarolingischen Epoche neu. In einer Gegenüberstellung von schriftlicher Überlieferung und authentischer, von Hatto gestifteter Objekte wird der Versuch unternommen, die historische Person des Erzbischofs „freizulegen“. Dabei wird erstmals in einer Ausstellung die Zeit um 900 in den Fokus gerückt und anhand bedeutender Werke der Buchmalerei sowie der Schatz- und Bildhauerkunst beleuchtet. Um das sog. Hatto-Fenster (um 900) aus dem Besitz des Dommuseums gruppieren sich herausragende Kunstwerke der späten Karolingerzeit, darunter das Nagelreliquiar aus dem Trierer Domschatz sowie die berühmten „Tuotilo“-Elfenbeine aus der Stiftsbibliothek zu St. Gallen, die im Rahmen dieser Ausstellung erstmals in Deutschland zu sehen sein werden.

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  • Vis-á-vis mit dem Domsgickel
    Ein Mainzer Wahrzeichen und seine Geheimnisse

    Aus über 82,5m Höhe blickt er normalerweise auf das tägliche Treiben unter sich. Doch bald macht der Wetterhahn vom Westturm des Mainzer Doms einen Aus-Flug in die Niederungen der Stadt. Wegen des Austauschs der neuen Turmspitze im Juli verlässt der Domsgickel seinen angestammten Platz und findet ab dem 26. April  Quartier im Dommuseum. Hier wird die Gelegenheit genutzt, den Hahn einer nicht nur kosmetischen, sondern auch konservatorisch bedeutenden „Schönheitsoperation“ zu unterziehen: Er wird neu vergoldet.

    Seitdem er vor genau 240 Jahren das Licht der Welt erblickte, wurde der Domsgickel nur viermal von der Domspitze genommen. Bei jeder dieser Gelegenheiten hat man ihm bei der Neuaufstellung Dokumente, später auch Fotografien und Segenswünsche, beigefügt. Neben zahlreichen historischen Abbildungen des Hahns sind diese sonst unsichtbaren Zeitzeugen nun erstmals in einer kleinen Ausstellung im Dommuseum zu sehen.

    Dem Domsgickel vis-á-vis zu sehen: Eine Chance, die sich echte Meenzer nicht entgehen lassen sollten –  denn so schnell wird man dem knapp einen Meter hohen Vogel nicht wieder Aug` in Aug` gegenüberstehen. Das letzte Mal wurde er 1956 von der Spitze genommen, unter anderem, um das im Zweiten Weltkrieg abgefallene Schwanzgefieder wieder zu befestigen. Wann er das nächste Mal wieder Erdboden unter den Füßen haben wird?

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  • Seliges Lächeln und höllisches Gelächter

    Das Lachen in Kunst und Kultur des Mittelalters

     Seit Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ ist bekannt, dass das Lachen im Mittelalter eine heikle, ja eine „brandgefährliche“ Sache sein kann. Tatsächlich galt heftiges, maßloses oder – das vor allem den Frauen zugeschriebene – törichte Lachen in den monastischen Kreisen des Früh- und Hochmittelalters als verwerflich und wurde oft mit einem höllischen Gelächter gleichgesetzt. Mit der Wiederentdeckung verschiedener Schriften des griechischen Philosophen Aristoteles, der das Lachen als das Wesensmerkmal des Menschen beschrieb, setzte sich im 13. Jahrhundert allmählich eine positivere Beurteilung des Lachens durch, bevor die Passionsfrömmigkeit des Spätmittelalters das Weinen ungleich höher bewerten und das Lachen erneut verurteilen wird.

    Das mittelalterliche Lachen war noch nie das Thema einer eigenen Ausstellung. Ausgehend von dem herzhaft lachenden Knaben aus dem Zug der Seligen, der um 1239 vom sog. „Naumburger Meister“ gearbeitet wurde, sowie dem lachenden Christusknaben der sog. Fuststraßen-Madonna (um 1250), präsentiert das Mainzer Dommuseum im stimmungsvollen Ambiente seiner frühgotischen Gewölbehallen herausragende Werke der Skulptur, der Schatzkunst sowie der Buchmalerei und der frühen Druckkunst, die optisch opulent die hochdifferenzierte mittelalterliche Welt des Lachens vorstellen. Umfassend kommen dabei die mittelalterlichen Autoren selbst zu Wort, die immer wieder diskutierten: hat Christus gelacht, hat Maria gelächelt? Lachen Heilige und wie drückt sich die Freude der Seligen im Paradies aus? Darf ein mittelalterlicher König lachen und bei welcher Gelegenheit ertönt das höllische Gelächter? Worüber darf der Mensch des Mittelalters überhaupt lachen? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach, bevor am Ende der Präsentation ein lachender Narr und das Lächeln der Verliebten den Weg in das Lachen der modernen Zeiten weisen.

    Im Katalog zur Ausstellung bieten sechs einführende Aufsätze namhafter Fachautoren einen umfassenden Überblick über die gesellschaftliche Bewertung des Lachens von der Antike bis zum Spätmittelalter. Neben dem „Lachen in der Bibel“ und in den theologischen Schriften des Mittelalters wird dabei auch das Lachen in den Minneliedern und anderen profanen Dichtungen der Epoche vorgestellt. Unter dem Titel „Weiterlachen“ wird darüber hinaus ein Ausblick auf das Lachen in der Neuzeit gegeben. Weitere Erläuterungen bieten die ausführlichen Informationen zu den ganzseitig und in Farbe abgebildeten Exponaten, die nach den unterschiedlichen Arten des Lachens – fröhlich bis höhnisch – gegliedert, das ganze Panorama des mittelalterlichen Gelächters entfalten.150 zum Mitlachen reizende Abbildungen meist völlig unbekannter Kunstwerke, die hier erstmals das Thema in seiner ganzen Breite illustrieren, widerlegen das Bild vom „finsteren“ Mittelalter.

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  • Siehe, ich sende einen Engel vor Dir her… (Ex 23,20)

    Benediktinisches Leben in Engelthal

    Das Benediktinerinnenkloster Engelthal 30 km nordöstlich von Frankfurt am Main gelegen feiert in diesem Jahr seine 50-jährige Wiederbesiedlung. Das Jubiläum des einzigen bewohnten Frauenklosters auf Mainzer Bistumsgebiet ist Anlass der Ausstellung.

    1962 wurde das seit 1803 weitgehend leerstehende und ruinöse Kloster auf Wunsch des Mainzer Bischofs Albert Stohr durch 20 Benediktinerinnen aus dem Kloster Herstelle/Weser wiederbesiedelt.

    Die Geschichte von Kloster Engelthal beginnt bereits im Jahr 1268. Ritter der Familien von Buches und Karben stiften zu ihrem Seeleheil und dem ihrer Nachkommen ein Zisterzienserinnenkloster im Vallis Angelorum im Tal der Engel. Der historische Teil der Ausstellung zeigt u.a. eine 1:1 Reproduktion der Stiftergrabplatte des Konrad von Buches, dazu die in einem mittelalterlichen Kopiar überlieferte Stiftungsurkunde und ein über Jahrhunderte geführtes Seelbuch. Viele der darin aufgeführten Personen sind Vorfahren von noch heute in der Umgebung ansässigen Familien.

    Die Ausstellung präsentiert mittelalterliche und barocke Ausstattungsstücke der Klosterkirche: Glasfragmente und Fliesen des 14. Jahrhunderts, die eine enge Verbindung zu Kloster Eberbach dokumentieren, einen Kelch des Meisters Berdolt, dem Meister des Frankfurter Bartholomäus-Dom-Reliquiars, und barocke Gewänder von höchster Qualität aus der klostereigenen Werkstatt. Einige Exponate tragen Wappen und Stifterinschrift der Äbtissinnen, die das Kloster im 18. Jahrhundert zu einem geistlichen und kulturellen Zentrum aufbauten. Kostbares Porzellan aus der Porcelain-Backery“in Hanau, einer der ersten Porzellan-Manufakturen in Deutschland und feine Glasgefäße aus der Klosterapotheke belegen die hohe Lebensqualität der Zisterzienserinnen bis zur Aufhebung und Säkularisation des Klosters im Jahr 1803.

    Im zweiten Teil der Ausstellung geben 62 großformatige Fotografien Einblick in das aktuelle Klosterleben. Die 21 in Kloster Engelthal lebenden Schwestern haben den Frankfurter Fotografen Marc Jacquemin eingeladen, sie in ihrem Klosteralltag zu begleiten. Entstanden sind Fotografien, die von Gebet und Gastfreundschaft, Stille und Lust am Leben erzählen. Bilder, die ahnen lassen, welche Faszination von einer Lebensweise ausgeht, die seit nahezu 1500 Jahren den gleichen Regeln folgt. Gleichzeitig räumen die Bilder gründlich mit der Vorstellung eines angestaubt-altmodischen und weltfremden Klosters auf.

    In Engelthal lebt eine Gemeinschaft tatkräftiger Frauen, die das Kloster für Freunde und Gäste öffnen. In den vergangenen vier Jahren sind mit einem neuem Kreuzgang sowie Wohn- und Arbeitsgebäuden Räume in moderner, reduzierter Architektursprache entstanden. Räume, die in ihren klaren Formen zeigen, worum es im Kloster geht: dass Beschränkung auch Freiheit bedeuten kann und Konzentration auf das Wesentliche.

    Die Kabinettausstellung im Dommuseum zeigt mit ausgewählten historischen Exponaten und einnehmenden Fotografien, was benediktinisches Leben in Engelthal ausmacht.

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