
Durch den doppelgeschossigen gotischen Kreuzgang des Domes gelangt man in das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum Mainz. Mit über 2000 qm Ausstellungsfläche ist das Dommuseum Mainz eines der größten Museen seiner Art in Deutschland. Es beherbergt Kunstwerke aus nahezu allen Jahrhunderten, nicht nur aus dem 1000 Jahre alten Dom zu Mainz, sondern aus der gesamten Diözese. Es handelt sich dabei um Objekte aus sakralem Zusammenhang, die ihre ursprüngliche, liturgische Funktion verloren haben oder wegen der Gefahr von Vandalismus, Diebstahl und witterungsbedingten Schäden nicht mehr in den Gemeinden vor Ort verbleiben konnten. Die einzigartige Abfolge früh-, hoch- und spätmittelalterlicher Räume ermöglicht es, sakrale Kunstwerke nicht nur in einem ehrwürdigen Kontext, sondern auch in der stilentsprechenden Umgebung zu zeigen.

Untergeschoss
Der Rundgang durch ein Jahrtausend christlicher Kunst beginnt unterirdisch in den früh- und hochgotischen Gewölbehallen. Das imposante Kellergewölbe, welches erst vor einigen Jahren freigelegt wurde, ist selbst schon eine sehenswerte Architektur.
Neben steinernen Zeugnissen der römischen Mainzer Stadtgeschichte, der Romanik und der Gotik, ist hier eine einzigartige Sammlung frühgotischer Skulptur zu sehen. Die berühmten Fragmente der Westchorschranke (um 1240) des sog. Naumburger Meisters, die das Weltgericht am Ende der Zeit darstellte, zeugen von der Blüte des Mainzer Erzbistums zur Zeit der Gotik und sind gleichzeitig berückende Zeugnisse der mittelalterlichen Glaubenswelt.
Erdgeschoss
Die ehemaligen Versammlungsräume des Mainzer Domkapitels dienen der Präsentation von Sonderausstellungen.
Obergeschoss
Der obere dreiflügelige Kreuzgang mit der Abteilung Spätmittelalter und Neuzeit eröffnet einen grandiosen Blick auf die Südseite des Domes und beeindruckt schon zu Beginn des Rundgangs durch die triumphale, sechs Meter hohe Kreuzigungsgruppe (1519) aus der Werkstatt des Hans Backoffen.
Auf 800 Quadratmetern werden 60 Meisterwerke aus Spätmittelalter und Neuzeit gezeigt, darunter unter anderem Gemälde aus der Cranach-Werkstatt, ein kostbarer Drehtabernakel von Abraham Röntgen oder das Frauenlob-Denkmal von Ludwig Michael Schwanthaler.
Nikolauskapelle und Sakristei
Im spätgotischen Ambiente der Nikolauskapelle glänzt der Mainzer Domschatz mit liturgischen Geräten aus 10 Jahrhunderten.
NEU! öffentliche Führungen im Dommuseum
ab sofort jeden ersten Sonntag im Monat um 15:00 Uhr / 60 min. (Kosten 3 € + Eintritt)
Auftakt: Sonntag, 1. August 2010
Uhrzeit: 11:00, 14:00 und 15:00 Uhr / 60 min.
Inhalt: Ein Rundgang durch alle Bereiche des Museums
(Gewölbehallen, Kreuzgang-Obergeschoss und Schatzkammer)
Zum Auftakt startet das neue Kulturangebot am Sonntag dem 1. August mit mehreren Führungen. Um 11:00, 14:00 und 15:00 Uhr stellen die Museumsführer in einem einstündigen Rundgang alle Bereiche des Hauses vor. Neben einer Einführung in die historischen Räumlichkeiten und die Exponate des Museums, werden dem Publikum die zwei Sensationsfunde aus dem Depot – die gerade erst als mittelalterlich bestätigten Madonnenbildnisse – gezeigt.
Kinder- Dienstagsführungen in den Sommerferien 2010
"Zum Fund zweier mittelalterlicher Madonnenbildnisse"
Mittelalterliche Pietà (um1420) und Thronende Madonna mit Kind (um 1340) werden ab sofort im Kreuzgang-Obergeschoss präsentiert

Pietà
Mittelrheinisch, um 1420
Das Dommuseum Mainz auf einen Blick
Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum
Domstraße 3
55116 Mainz
Tel.: 06131 / 253 344
Fax: 06131 / 253 349
mail: info@dommuseum-mainz.de
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