
Die aktuell geschlossene Schausammlung des Museums öffnet wegen der Aufbaumaßnahmen für die kommende Sonderausstellung am 1. März 2012.
Vorschau Sonderausstellung 2012
Die Sonderausstellung schließt, das virtuelle Museum öffnet. Am Sonntag, den 16. Oktober 2011 endete die große Sonderausstellung "Der verschwundene Dom". Erstmals in der Geschichte des Dommuseums wird eine temporäre Präsentation jedoch nicht für immer „verschwinden“: Ein virtueller Rundgang macht die Ausstellung auch künftig in allen Einzelheiten erlebbar.
Dadurch bietet sich die Gelegenheit, das letzte Ausstellungsprojekt des Ende Oktober in Ruhestand scheidenden Museumsdirektors Dr. Hans-Jürgen Kotzur auch in Zukunft durchwandern zu können.
Blick in die Ausstellung / © Dommuseum Mainz / Foto: Torsten Hemke, Frankfurt
Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat Dom- und Diözesankonservator Dr. Hans-Jürgen Kotzur, der in Personalunion auch Direktor des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums war, bei einer Feierstunde am Montagabend, 24. Oktober, in den Ruhestand verabschiedet.

Mainz, 24. Oktober 2011: Verabschiedung von Hans-Jürgen Kotzur im Erbacher Hof (v.l.n.r.): Michael Ebling, Dr. Hans-Jürgen Kotzur, Kardinal Karl Lehmann, Marianne Grosse und Generalvikar Dietmar Giebelmann.
© Bistum Mainz / Blum
Er erinnerte an die zahlreichen Sonderausstellungen des Dommuseums in den vergangenen Jahren. Die gerade zu Ende gegangene Schau „Der verschwundene Dom sei „zu einem krönenden Abschluss" von Kotzurs Wirken geworden, sagte Lehmann. Im Hinblick auf seine Tätigkeit als Diözesankonservator würdigte der Kardinal besonders „die große Sorge, Kompetenz und Geschicklichkeit", mit der Kotzur die Restaurierung und Gestaltung zahlreicher Kirchen im Bistum begleitet habe.
seit dem 16. Oktober geschlossen
Über die Sonderausstellung
Durch den doppelgeschossigen gotischen Kreuzgang des Domes gelangt man in das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum Mainz. Mit über 2000 qm Ausstellungsfläche ist das Dommuseum Mainz eines der größten Museen seiner Art in Deutschland. Es beherbergt Kunstwerke aus nahezu allen Jahrhunderten, nicht nur aus dem 1000 Jahre alten Dom zu Mainz, sondern aus der gesamten Diözese. Es handelt sich dabei um Objekte aus sakralem Zusammenhang, die ihre ursprüngliche, liturgische Funktion verloren haben oder wegen der Gefahr von Vandalismus, Diebstahl und witterungsbedingten Schäden nicht mehr in den Gemeinden vor Ort verbleiben konnten. Die einzigartige Abfolge früh-, hoch- und spätmittelalterlicher Räume ermöglicht es, sakrale Kunstwerke nicht nur in einem ehrwürdigen Kontext, sondern auch in der stilentsprechenden Umgebung zu zeigen.

Untergeschoss
Der Rundgang durch ein Jahrtausend christlicher Kunst beginnt unterirdisch in den früh- und hochgotischen Gewölbehallen. Das imposante Kellergewölbe, welches erst vor einigen Jahren freigelegt wurde, ist selbst schon eine sehenswerte Architektur.
Neben steinernen Zeugnissen der römischen Mainzer Stadtgeschichte, der Romanik und der Gotik, ist hier eine einzigartige Sammlung frühgotischer Skulptur zu sehen. Die berühmten Fragmente der Westchorschranke (um 1240) des sog. Naumburger Meisters, die das Weltgericht am Ende der Zeit darstellte, zeugen von der Blüte des Mainzer Erzbistums zur Zeit der Gotik und sind gleichzeitig berückende Zeugnisse der mittelalterlichen Glaubenswelt.
Erdgeschoss
Die ehemaligen Versammlungsräume des Mainzer Domkapitels dienen der Präsentation von Sonderausstellungen.
Obergeschoss
Der obere dreiflügelige Kreuzgang mit der Abteilung Spätmittelalter und Neuzeit eröffnet einen grandiosen Blick auf die Südseite des Domes und beeindruckt schon zu Beginn des Rundgangs durch die triumphale, sechs Meter hohe Kreuzigungsgruppe (1519) aus der Werkstatt des Hans Backoffen.
Auf 800 Quadratmetern werden 60 Meisterwerke aus Spätmittelalter und Neuzeit gezeigt, darunter unter anderem Gemälde aus der Cranach-Werkstatt, ein kostbarer Drehtabernakel von Abraham Röntgen oder das Frauenlob-Denkmal von Ludwig Michael Schwanthaler.
Nikolauskapelle und Sakristei
Im spätgotischen Ambiente der Nikolauskapelle glänzt der Mainzer Domschatz mit liturgischen Geräten aus 10 Jahrhunderten.
Das Dommuseum Mainz auf einen Blick
Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum
Domstraße 3
55116 Mainz
Tel.: 06131 / 253 344
Fax: 06131 / 253 349
mail: info@dommuseum-mainz.de
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