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Aktuelle Termine & Kalender

Termine

  • 23.08.
    18:00 Uhr

    Erzbischof Siegfried III. – Der „Königsmacher“ zwischen Papst und Kaiser


    Dr. Regina Schäfer, Mainz

    Das älteste noch erhaltene Grabdenkmal im Mainzer Dom zeigt Erzbischof Siegfried III. (1230-1249) als „Königsmacher“: Er setzt den beiden deutlich kleineren, an seinen Seiten stehenden Königen die Kronen auf. Siegfried III. von Eppstein, der wohl von Jugend an auf die Aufgabe vorbereitet wurde und seinem Onkel ohne Schwierigkeiten als Erzbischof nachfolgte, brachte nicht nur das Selbstverständnis von der Würde des Mainzer Stuhles mit, sondern ebenso die Persönlichkeit, die Aufgaben auszufüllen – in einer Zeit, die auch für das Reich eine Wendezeit war. In den erbitterten Kämpfen zwischen den Päpsten und Kaiser Friedrich II. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hatte der Mainzer Erzbischof als vornehmster Fürst im Reich eine Schlüsselrolle – auch als Gegner der Staufer.

    Ort: Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

  • 23.08.
    18:00 Uhr - 19:00 Uhr

    Erzbischof Siegfried III. – Der „Königsmacher“ zwischen Papst und Kaiser // Ort: Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum

    Mainz und die Päpste

    Gegner und Verbündete: Mainz und die Päpste Über Jahrhunderte bestand ein spannungsvolles Beziehungsgeflecht zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Päpsten. Zunächst nutzt der Hl. Bonifatius als Erzbischof im 8. Jahrhundert geschickt seine Verbindungen zum Papst und errichtete ein Geflecht von Bistümern, das unter anderem den Grundstein für die Macht der Mainzer Erzbischöfe legte. In ottonischer Zeit stand mit Erzbischof Willigis (+ 1011) ein Mann an der Spitze der Erzdiözese, der als „Papst des Nordens“ bezeichnet werden kann. Sein Domneubau und die im Domschatz erhaltenen Prunkhandschriften zeugen bis heute davon. Mit der Zentralisierung der Kirche verlor das Mainzer Bistum an Einfluss, doch Erzbischöfe wie Siegfried III. (+ 1249) stemmen sich im 13. Jahrhundert gegen diesen drohenden Machtverlust. Anlässlich der Ausstellung „Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt“ in Mannheim bietet die Vortragsreihe des Dommuseums und des Erbacher Hofs Einblicke in die jüngste Forschung zu unterschiedlichen Facetten des Themas. Dabei steht die 1500 Jahre währende gemeinsame Geschichte der Konfessionen im Vordergrund. Vor allem in der Ausprägung des Papstamtes in seiner Entwicklung von der Frühzeit bis in das 16. Jahrhundert werden historische Entwicklungslinien und Formierungsprozesse aufgezeigt. Auch Mainz ist einer der Papstorte, denn nicht zuletzt verdankt Mainz seine besondere Stellung als „Hl. Stuhl von Mainz, besondere Tochter der römischen Kirche“ direkt dem päpstlichen Einfluss.

    Dauer: ca. 60 Min., Kosten Erbacher Hof: 5,- Euro, Kosten Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum: keine

  • 06.09.
    18:00 Uhr

    „Zu Mäntz eins Burgers Tochter was“: die Päpstin Johanna

    Dr. Helmut Hinkel

    Saß wirklich eine Mainzerin als Päpstin Johanna auf dem Stuhl Petri? Nach mittelalterlichen Chroniken war das so. In einem Fastnachtsgedicht schildert Hans Sachs sie als eine schöne, kluge Mainzer Bürgerstochter. Sie erringt in England den theologischen Doktorhut zusammen mit ihrem Geliebten, geht dann nach Rom, wo sie zunächst als Mann verkleidet ein „züchtigs heiligs leben“ führt und zum Papst gewählt wird. Dann aber „befleckt mit Unkeuschheit“ gebiert sie während einer Prozession einen Sohn und wird dadurch entlarvt. Wie es zur Entstehung dieses Phantoms kam und welch gar schauerliches Ende diese wohl prominenteste Mainzerin genommen hat, davon erzählt dieser reich bebilderte Abendvortrag.

    Ort: Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz

  • 06.09.
    18:00 Uhr - 19:00 Uhr

    „Zu Mäntz eins Burgers Tochter was“: die Päpstin Johanna // Ort: Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum

    Mainz und die Päpste

    Gegner und Verbündete: Mainz und die Päpste Über Jahrhunderte bestand ein spannungsvolles Beziehungsgeflecht zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Päpsten. Zunächst nutzt der Hl. Bonifatius als Erzbischof im 8. Jahrhundert geschickt seine Verbindungen zum Papst und errichtete ein Geflecht von Bistümern, das unter anderem den Grundstein für die Macht der Mainzer Erzbischöfe legte. In ottonischer Zeit stand mit Erzbischof Willigis (+ 1011) ein Mann an der Spitze der Erzdiözese, der als „Papst des Nordens“ bezeichnet werden kann. Sein Domneubau und die im Domschatz erhaltenen Prunkhandschriften zeugen bis heute davon. Mit der Zentralisierung der Kirche verlor das Mainzer Bistum an Einfluss, doch Erzbischöfe wie Siegfried III. (+ 1249) stemmen sich im 13. Jahrhundert gegen diesen drohenden Machtverlust. Anlässlich der Ausstellung „Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt“ in Mannheim bietet die Vortragsreihe des Dommuseums und des Erbacher Hofs Einblicke in die jüngste Forschung zu unterschiedlichen Facetten des Themas. Dabei steht die 1500 Jahre währende gemeinsame Geschichte der Konfessionen im Vordergrund. Vor allem in der Ausprägung des Papstamtes in seiner Entwicklung von der Frühzeit bis in das 16. Jahrhundert werden historische Entwicklungslinien und Formierungsprozesse aufgezeigt. Auch Mainz ist einer der Papstorte, denn nicht zuletzt verdankt Mainz seine besondere Stellung als „Hl. Stuhl von Mainz, besondere Tochter der römischen Kirche“ direkt dem päpstlichen Einfluss.

    Dauer: ca. 60 Min., Kosten Erbacher Hof: 5,- Euro, Kosten Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum: keine

  • 15.09.
    14:30 Uhr - 16:00 Uhr

    Reif für Kultur

    Der Newweling und Allerheiligen – ein alter Mainzer Brauch

    Kennen Sie den Newweling und wissen Sie was er mit Allerheiligen zu tun hat? Mechthild Reinelt-Weber wird uns am 15. September in diesen ganz speziellen Mainzer Brauch einführen.

  • 28.09.
    19:00 Uhr

    Papst- und Romkritik in der Renaissance


    Prof. Dr. Michael Mattheus, Mainz

    Kritik an Papst und Kurie formulierten nicht erst die Reformatoren, vielmehr fußten ihre Argumentationsmuster wie jenes vom Papst als Antichrist zu großen Teilen auf einer jahrhundertealten Tradition. Vielfach schöpft kritische Papst- und Romwahrnehmung (beides ist oft nicht voneinander zu trennen) aus Texten antiker Autoren. Der Vortrag skizziert solche Traditionen und zugleich Wandlungen im 15. und 16. Jahrhundert. Antipäpstliche Verlautbarungen werden nicht nur nördlich der Alpen formuliert, sondern auch in der Ewigen Stadt selbst und von dort partiell von der frühen reformatorischen Bewegung rezipiert.

    Ort: Erbacher Hof, Ketteler Saal

  • 28.09.
    19:00 Uhr - 20:00 Uhr

    Papst- und Romkritik in der Renaissance // Ort: Erbacher Hof

    Mainz und die Päpste

    Gegner und Verbündete: Mainz und die Päpste Über Jahrhunderte bestand ein spannungsvolles Beziehungsgeflecht zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Päpsten. Zunächst nutzt der Hl. Bonifatius als Erzbischof im 8. Jahrhundert geschickt seine Verbindungen zum Papst und errichtete ein Geflecht von Bistümern, das unter anderem den Grundstein für die Macht der Mainzer Erzbischöfe legte. In ottonischer Zeit stand mit Erzbischof Willigis (+ 1011) ein Mann an der Spitze der Erzdiözese, der als „Papst des Nordens“ bezeichnet werden kann. Sein Domneubau und die im Domschatz erhaltenen Prunkhandschriften zeugen bis heute davon. Mit der Zentralisierung der Kirche verlor das Mainzer Bistum an Einfluss, doch Erzbischöfe wie Siegfried III. (+ 1249) stemmen sich im 13. Jahrhundert gegen diesen drohenden Machtverlust. Anlässlich der Ausstellung „Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt“ in Mannheim bietet die Vortragsreihe des Dommuseums und des Erbacher Hofs Einblicke in die jüngste Forschung zu unterschiedlichen Facetten des Themas. Dabei steht die 1500 Jahre währende gemeinsame Geschichte der Konfessionen im Vordergrund. Vor allem in der Ausprägung des Papstamtes in seiner Entwicklung von der Frühzeit bis in das 16. Jahrhundert werden historische Entwicklungslinien und Formierungsprozesse aufgezeigt. Auch Mainz ist einer der Papstorte, denn nicht zuletzt verdankt Mainz seine besondere Stellung als „Hl. Stuhl von Mainz, besondere Tochter der römischen Kirche“ direkt dem päpstlichen Einfluss.

    Dauer: ca. 60 Min., Kosten Erbacher Hof: 5,- Euro, Kosten Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum: keine

  • 24.10.
    19:00 Uhr

    Alles Antichristen? Päpste und Papsttum zur Zeit der Reformation


    Prof. Dr. Günther Wassilowsky, Frankfurt

    Das so genannte „Renaissancepapsttum“ gilt in religiöser Hinsicht als Tiefpunkt der Papstgeschichte und als Perversion des kirchlichen Amtes. Völlig verweltlichte, Krieg treibende, nur an Prunk und Pomp interessierte Lebemänner hätten in dieser Zeit den Stuhl Petri besetzt. Durch ihre Lebensführung hätten sie selbst ganz wesentlich zur Kirchenspaltung beigetragen. Die Reformatoren erkannten in ihnen den apokalyptischen Antichristen. Der Vortrag versucht einen unverstellten Blick auf das viel gescholtene Renaissancepapsttum einzunehmen und geht der Frage nach, ob die Päpste der Renaissance tatsächlich so weltlich waren oder ob sie nicht vielleicht doch so etwas wie ein religiöses Kulturprojekt verfolgt haben, das allerdings völlig anders ausgerichtet war als die Anliegen der deutschen Reformation.

    Ort: Erbacher Hof, Ketteler Saal

  • 24.10.
    19:00 Uhr - 20:00 Uhr

    Alles Antichristen? Päpste und Papsttum zur Zeit der Reformation // Ort: Erbacher Hof

    Mainz und die Päpste

    Gegner und Verbündete: Mainz und die Päpste Über Jahrhunderte bestand ein spannungsvolles Beziehungsgeflecht zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Päpsten. Zunächst nutzt der Hl. Bonifatius als Erzbischof im 8. Jahrhundert geschickt seine Verbindungen zum Papst und errichtete ein Geflecht von Bistümern, das unter anderem den Grundstein für die Macht der Mainzer Erzbischöfe legte. In ottonischer Zeit stand mit Erzbischof Willigis (+ 1011) ein Mann an der Spitze der Erzdiözese, der als „Papst des Nordens“ bezeichnet werden kann. Sein Domneubau und die im Domschatz erhaltenen Prunkhandschriften zeugen bis heute davon. Mit der Zentralisierung der Kirche verlor das Mainzer Bistum an Einfluss, doch Erzbischöfe wie Siegfried III. (+ 1249) stemmen sich im 13. Jahrhundert gegen diesen drohenden Machtverlust. Anlässlich der Ausstellung „Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt“ in Mannheim bietet die Vortragsreihe des Dommuseums und des Erbacher Hofs Einblicke in die jüngste Forschung zu unterschiedlichen Facetten des Themas. Dabei steht die 1500 Jahre währende gemeinsame Geschichte der Konfessionen im Vordergrund. Vor allem in der Ausprägung des Papstamtes in seiner Entwicklung von der Frühzeit bis in das 16. Jahrhundert werden historische Entwicklungslinien und Formierungsprozesse aufgezeigt. Auch Mainz ist einer der Papstorte, denn nicht zuletzt verdankt Mainz seine besondere Stellung als „Hl. Stuhl von Mainz, besondere Tochter der römischen Kirche“ direkt dem päpstlichen Einfluss.

    Dauer: ca. 60 Min., Kosten Erbacher Hof: 5,- Euro, Kosten Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum: keine