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Fuststraßenmadonna

FuststraßenmadonnaUm 1250
Stein, Farbfassung neuzeitlich
Mainz, Augustinerkirche oder Dom
H. 170,5 cm; B. 73 cm
Inv.-Nr. PS 00169

Diese Darstellung der Muttergottes mit Kind hat ihren Namen nach ihrem letzten Aufstellungsort erhalten: als Hausmadonna in der nahe dem Dom gelegenen Fuststraße. Entstanden war sie wohl für eine Aufstellung im Dom, möglicherweise auch für das Portal der gotischen Augustinerkirche. Besonders der Stil des Gewandes dieser eleganten, überaus fein gearbeiteten Figur erinnert an Vorbilder der französischen Bildhauerkunst aus den Bauhütten der Kathedralen in Reims oder Straßburg. Auch das lächelnde Gesicht des Jesusknaben verweist auf französische Vorbilder. Maria hielt ursprünglich ein Zepter in der Hand und trug eine Krone – Hinweise auf ihre Verherrlichung als Himmelskönigin. Der Jesusknabe gleicht einem kleinen Erwachsenen. Spielerisch fasst er mit der Rechten nach einem Schmuckstück am Gewand seiner Mutter. In der linken Hand hält er eine entrollte Schriftrolle: ein Hinweis auf die Heilige Schrift, die die Fleischwerdung des Wortes beschreibt (Joh 1,14).

Weitere Abbildungen:

Fuststraßenmadonna