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Drehtabernakel aus der Werkstatt des Abraham Roentgen

Drehtabernakel aus der Werkstatt des Abraham RoentgenWerkstatt des Abraham Roentgen, 1758
Mainz, Altmünsterkloster
Korpus: Eiche; Marketerie: Rosen- und Ebenholz; Palisander; Eibe; Nussbaum; Olive; Amaranth;
Maserhölzer; Elfenbein; Schildpatt; Perlmutt; Silber; Gelbguss, vergoldet; Messing
H. 126 cm; Dm. 68 cm
Inv.-Nr. ML 00040

Die drei mit kostbarsten Materialien versehenen Nischen des Drehtabernakels sind im Hinblick auf die jeweils dort einzustellenden liturgischen Geräte gestaltet: Die Nische für das Ziborium zeigt eine in Elfenbein geschnittene Abendmahlsszene. Die Nische für die Monstranz ist ganz mit Schildpatt ausgekleidet und mit einem goldenen Strahlenkranz und adorierenden Engeln versehen. Die Nische für das Altarkreuz ist mit Perlmuttplatten besetzt und von goldenen Ranken umfangen. Das Drehtabernakel befand sich ursprünglich in einem heute nicht mehr erhaltenen, silberbeschlagenen Gehäuse. Beides stand auf dem Hochaltar des 1781 aufgelösten Altmünsterklosters. Unter der Äbtissin Maria Fides Peetz erfolgte die Neugestaltung des Innenraums der Klosterkirche in barocken Formen. Wie an ihrem Monogramm ablesbar ist, war sie auch die Auftraggeberin für das kostbare Drehtabernakel. Seine außergewöhnliche künstlerische Gestaltung sowie die Ausführung auf allerhöchstem handwerklichem Niveau spricht für eine Entstehung in der renommierten Werkstatt des Abraham Roentgen in Neuwied.

Weitere Abbildungen:

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