Bilder

Krümme des Bischofs  Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1850-1877)

Tapisserien

Bitte erfragen Sie bei besonderem Interesse an diesen Objekten, ob die Tapisserien auch wirklich ausgestellt sind.

 

Das Dommuseum besitzt eine der größten Sammlungen mittelrheinischer Bildteppiche aus dem 15. und frühen 16. Jahrhundert. Bestechend in der Leuchtkraft ihrer Farben und von herausragender Qualität gehören sie zu den prachtvollsten Mainzer Hinterlassenschaften aus spätgotischer Zeit. Reich mit Gold und Silber bestickte Tapisserien konkurrieren dabei mit Arbeiten, die in ihrer illusionistischen Darstellungsweise wie gemalt erscheinen. Gezeigt werden Wilde Männer und Frauen auf der Jagd, edle Damen und Jünglinge, die Fabeltiere zähmen oder prunkvolle Wappenteppiche mit verblüffend realistischem Pflanzenschmuck.
Zeittypische religiöse Themen sind ebenfalls vertreten. So entfaltet sich auf 10 qm der Stammbaum Christi, der in der Darstellung seiner weiblichen Vorfahren kulminiert. Dieser sogenannte "Sippenteppich", der von der Gestalt der Gottesmutter Maria dominiert wird, war wahrscheinlich eine Stiftung für das heute zerstörte Kloster Maria Kron in Oppenheim. Die prachtvoll mit Gold und Silber bestickten Frauenfiguren zweier weiterer Tapisserien stellen die "Klugen und Törichten Jungfrauen" des bekannten biblischen Gleichnisses dar.

Bitte beachten Sie:
Die besonders empfindlichen und lichtanfälligen Tapisserien müssen immer wieder für einige Zeit magaziniert werden, um den vollen Glanz ihrer Farben zu erhalten!




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