
Diesem Wachstum stehen zahlreiche Plünderungen gegenüber. Den Verlusten während des 30jährigen Krieges folgte am Ende des 18. Jahrhunderts die Flüchtung des Domschatzes vor den herannahenden französischen Revolutionstruppen. Zunächst in Prag verpfändet, wird der Domschatz auf Betreiben des letzten Mainzer Erzbischofs Karl Theodor von Dalberg im Sommer 1803 in Regensburg verkauft und eingeschmolzen.
Bischof Joseph Ludwig Colmar (1802-1818) und seine Nachfolger konstituierten durch Ankäufe, Neuaufträge oder erhaltene Geschenke den Domschatz neu, so daß seit Bischof Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1850-1877) der Domschatz, wenn auch auf bescheidenem Niveau, wieder hergestellt ist. Hinzu kommen die Funde aus den bei der Restaurierung des Domes 1925-28 entdeckten (erz-) bischöflichen Gräbern. Diese zum Teil äußerst wertvollen Beigaben machen heute einen wesentlichen Anteil am Gesamtbestand des Domschatzes aus.

Präsentation des Domschatzes in London (1932)
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