
Die vielfigurige Kreuzigungsgruppe beeindruckt durch ihre Monumentalität, ihre Fülle naturnah ausgebildeter Details sowie einen spannungsreichen Aufbau. So setzt das weit ausschwingende, stark bewegte Lendentuch Christi ebenso einen Kontrastpunkt zu dem extrem gespannten Körper wie die Putten, die ihn umflattern und das Blut in ihren Kelchen sammeln. Rechts und links neben der dominierenden Christusgestalt krümmen sich die Schächer in expressiver Weise an ihren Kreuzen. Über dem guten Schächer Dismas, schwebt ein Engel mit dessen Seelenfigürchen gen Himmel, während sich der Teufel bereits der Seele des Schächers Gesmas bemächtigt hat. Am Fuße des Christuskreuzes kauert die trauernde Maria Magdalena. Maria und Johannes flankieren, in stiller Trauer versunken, das Kreuz.
Die Kreuzigungsgruppe befand sich bis 1995 an der Kirche St. Ignaz, wohin sie der Sockelinschrift zufolge von dem Bildhauer Hans Backoffen und seiner Frau Katharina Fust gestiftet worden war.

Kreuzigungsgruppe
Werkstatt Hans Backoffen
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