Bilder
Gruppe der Seligen Vom ehemaligen Westlettner des Mainzer Domes Naumburger Meister Um 1240

Sammlung Spätmittelalter – 20. Jahrhundert    

Acht Tafeln mit Szenen aus dem Leben des hl. Sebastian

Meister WB ( Wolfgang Beurer?), um 1490
Öl/Holz

Die acht Tafeln, die verschiedene Szenen aus dem Leben des hl. Sebastian wiedergeben, bilden eines der Hauptwerke eines der wichtigsten, am Mittelrhein tätigen Malers aus der Zeit der Spätgotik, des sogenannten "Meisters WB". Diese Benennung beruht auf einer Reihe von Graphiken, die mit den Buchstaben "WB" monogrammiert sind, u. a. vier Kupferstichportraits in der Hamburger Kunsthalle (um 1485/87). Hinzu kommt eine Zeichnung im Nationalmuseum Gdansk, die einen galoppierenden Reiter zeigt. Dieses Blatt aus dem Besitz von Albrecht Dürer trägt von dessen Hand den Vermerk "Dz hat Wolfgang pewrer gemacht / Im 1484 Ior". Aufgrund der bei Dürer des öfteren belegten, im Dialekt begründeten Lautverschiebung wurde deshalb der Künstlername als Wolfgang Beurer gelesen und mit dem Monogrammisten WB gleichgesetzt. Hinzu kommt ein jüngst publiziertes Stundenbuch, dessen Kalenderminiaturen in Stil, Kolorit und Motiven enge Bezüge zu den Tafelbildern einerseits, aber auch zu den monogrammierten Zeichnungen andererseits aufweisen. Dieses Stundenbuch war eindeutig für ein Kloster oder eine Kirche in Worms bestimmt, weshalb die ausführende Werkstatt dorthin zu lokalisieren ist. Auch für die Sebastianslegende konnte vor kurzem eine Aufstellung im Bistum Worms und zwar in der Sebastianskirche von Oppenheim, wahrscheinlich gemacht werden.
Aufgrund seines Kolorits und seiner drastischen, fast expressiv zu nennenden Figuren mit ausgeprägter Mimik gehört dieser Maler zu den innovativsten Meistern der frühen Dürerzeit.

 



Acht Tafeln mit Szenen aus dem Leben des hl. Sebastian  Meister WB ( Wolfgang Beurer?), um 1490 Öl/Holz · Sebastiansaltar: Erschlagung des hl. Sebastian  

    Erschlagung des hl. Sebastian

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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