Am Mainzer Dom wurde im 19. Jahrhundert wie an vielen anderen Kirchen auch ein Lapidarium, eine Sammlung nicht mehr verwendeter Steindenkmäler, eingerichtet. Dieses Lapidarium befand sich im Erdgeschoß des Domkreuzgangs. Es bildet den Kernbestand des 1925 offiziell gegründeten Dom- und Diözesanmuseums, für das neben dem Domkreuzgang auch die angrenzenden ehemaligen Kapitelsäle hinzugenommen wurden. Hier zeigte man, zusätzlich zu den Kunstwerken aus Stein, zunehmend weitere Objekte aus den Pfarrgemeinden des Bistums. Schon bald musste die Ausstellungsfläche vergrößert werden, deshalb gliederte man dem Museum nach und nach das Kreuzgangobergeschoß sowie den sogenannten Hennebergbau (15 Jh.) ein. Die für die Schausammlung zur Verfügung stehende Fläche vergrößerte sich damit bis Ende der 1980er Jahre auf ca. 2000 qm. Um 1990 kamen als weitere Präsentationsräume die mittelalterlichen Gewölbehallen hinzu sowie die Nikolauskapelle mit ihrer Sakristei, wo seither der Domschatz gezeigt wird.
- Atlant, um 1250 für den Ostchor des Domes gearbeitet.
Aufstellung 1902 im Domkreuzgang