Bilder
Gruppe der Seligen Vom ehemaligen Westlettner des Mainzer Domes Naumburger Meister Um 1240

Atlant

Werkstatt des Naumburger Meisters, um 1250
Aus dem Ostchor des Mainzer Domes

Mit Betreten der zweischiffigen Halle aus staufischer Zeit, auf dem Weg vom sogenannten "finsteren" (Früh-) Mittelalter zum scholastisch "erhellten" Hochmittelalter, trifft man zunächst auf die eindrucksvolle Figur eines „Atlanten”, der ehemals den Triumphbogen des Domostchores stützte. Er ist um 1250 entstanden und wird gemeinhin der Schule des Naumburger Meisters zugerechnet. Mehrere Jahrhunderte lang war diese Figur vermauert und wurde erst im 19. Jahrhundert zusammen mit ihrem Pendant, einer prachtvoll gearbeiteten Säule mit einem klassischen Laubwerkkapitell wiederentdeckt. Bis zur Gründung des Dommuseums 1925 war sie im Kreuzgang des Domes aufgestellt.
Ähnlich gearbeitete Atlanten finden sich an der Hochwand des Langhauses und an der Fassade der Kathedrale von Reims, die dort die Giebel der Portale stützen (1244 – 1252).


Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum | Domstraße 3 | 55116 Mainz | FON 06131 / 253 344 |
FAX 06131 - 253 349 | WEB · www.dommuseum-mainz.de | MAIL · info@dommuseum-mainz.de
© Dommuseum Mainz · Alle Bilder und Texte auf dieser Website sind urheberrechtlich geschützt.